Was versteht man unter Lymphdrainage?

Als Lymphdrainage auch als Entstauungstherapie, manuelle Lymphdrainage oder MLD bekannt, bezeichnet man eine spezielle, medizinische Form der Massage. Sie ist Teil der sogenannten Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie und wird bei Stauungen der Gewebsflüssigkeit angewandt. Eine Lymphdrainage wird zur Behandlung von Lymphödemen eingesetzt. Ein Lymphödem entsteht, wenn infolge einer chronischen, entzündlichen Erkrankung des Zwischenraums zwischen Zellen, Geweben, Organen der Lymphabfluss gestört ist, sodass sich Flüssigkeit im Gewebe staut. Erkennbar ist dies an einer deutlich sichtbaren Schwellung. Häufig treten Lymphödeme an den Gliedmassen auf. Es können sich aber auch im Gesicht Lymphödeme bilden. Lymphödeme können auch angeboren sein. Hier spricht die Therapeutin in der Praxis für Physiotherapie in Zürich, Seebach, Oerlikon oder Stauffacher dann von primären Lymphödeme. Sehr viel häufiger aber sind sie durch eine andere Erkrankung bedingt. Solche sekundären Lymphödeme haben meist eine Krebserkrankung als Ursache. Für den behandelnden Therapeuten ist daher jedes Lymphödem krebsverdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Behandlungsablauf bei der Lymphdrainage

In der Anfangsphase der Behandlung von Lymphödemen sollten die Patienten ein- bis zweimal täglich eine Lymphdrainage erhalten. Das kann ambulant oder auch stationär passieren. Die „Komplexe physikalische Entstauungstherapie“ kennt insgesamt vier grundsätzliche Verfahren bei Lymphödemen. Dies sind die Kompressionstherapie mittels Verbänden, dann die Entstauenden Bewegungsübungen, die Hautpflege und die Manuelle Lymphdrainage. Beine und Arme sind bevorzugt von einem Lymphödem betroffen und deshalb gut therapierbar mit einer Lymphdrainage. Gesicht und Rumpf können aber ebenfalls mit diesem Verfahren behandelt werden. Die Wirkung der Lymphdrainage beruht im Wesentlichen auf vier Wirkeffekten, nämlich der entstauenden, der schmerzlindernden und der muskelentspannenden Wirkung sowie einer stärkenden Wirkung auf die Abwehrkräfte. Der letztgenannte Effekt ist allerdings medizinisch umstritten. Wer sich nicht sicher ist, sollte einfach mit seiner Therapeutin, beispielsweise in der Praxis für Physiotherapie in Höngg, Altstetten, Wiedikon oder Stauffacher sprechen.

Was macht man bei einer Lymphdrainage?

Bei der Lymphdrainage sollen die Lymphgefäße stimuliert und zu einem verstärktem Abtransport der Lymphflüssigkeit angeregt werden. Eine vermehrte Durchblutung oder eine Aktivierung von Schmerzrezeptoren der Haut ist nicht Ziel der Lymphdrainage. Massage in ihrer klassischen Form dagegen wirkt über beide Mechanismen. Die besondere Wirkung der Lymphdrainage erzielt der Therapeut oder die Therapeutin in Wird, Aussersihl, Enge, Wollishofen oder Stauffacher durch kreisförmige Bewegungen. Wichtig sind dabei vor allem die folgenden vier Grundgriffe. Es handelt sich hier um die Griffe stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff. Diese Griffe werden grundsätzlich verwendet. Abhängig von der Ursache des Ödems kommen dann sogenannte Ergänzungsgriffe hinzu. Nach der Behandlung wird die entsprechende Körperstelle eingewickelt, auch Kompressionstherapie genannt. Dies verhindert, dass sich nach Beendigung der manuellen Lymphdrainage das Ödem wieder ausbildet. Die Lymphdrainage sollte von einem speziell dafür ausgebildeten Physiotherapeuten durchgeführt werden.

Was muss nach der Behandlung beachtet werden?

Nach der Lymphdrainage sind keine besonderen Verhaltenweisen notwendig. Allerdings kann man etwas tun, damit das Lymphödem nicht so schnell wieder auftritt. Man sollte darauf achten, keine enge oder einschnürende Kleidung zu tragen, die den Lymphabfluss zusätzlich erschwert. Das gleiche gilt für Uhren, Schmuck und Schuhwerk. Da bei Lymphödemen eine erhöhte Infektionsgefahr besteht, sollte man seine Haut sorgfältig pflegen, am besten mit pH-neutraler Creme. Vorsicht gilt bei der Nagelpflege. Schon kleine Verletzungen können Eintrittspforten für Erreger sein. Eventuell sollte man eine medizinische Fusspflege in Betracht ziehen. Bei der Haus- oder Gartenarbeit ist zu empfehlen, Handschuhe zu tragen. Ausserdem sollte man die Beine regelmässig hoch lagern, um einen besseren Abfluss der Lymphe zu erreichen. Bei sportlichen Aktivitäten sollte man sich auf leichte Bewegungen beschränken. Beispielsweise Spazierengehen, Nordic Walking, Schwimmen etc. Vermeiden sollte man ausgedehnte Sonnenbäder, Sauna- oder Solariumbesuche. Die Haut wird dadurch angegriffen.